Südindien, Geografische Region im südlichen Indien.
Der südliche Teil Indiens umfasst die Bundesstaaten Tamil Nadu, Karnataka, Kerala, Andhra Pradesh und Telangana sowie Küstengebiete am Arabischen Meer und am Golf von Bengalen. Das Gelände wechselt zwischen Tropenküsten mit Palmen, dicht bewaldeten Bergen, kargen Hochebenen und Reisfeldern, die sich über Hunderte von Kilometern erstrecken.
Die Chola-, Pandya- und Chera-Königreiche beherrschten diese Gebiete über Jahrhunderte hinweg und pflegten Handelsbeziehungen bis nach Südostasien. Später kamen muslimische Sultanate sowie die Portugiesen, gefolgt von niederländischen und britischen Kolonialverwaltungen, die den Küstenverlauf und die politischen Grenzen veränderten.
Die Menschen sprechen hier vor allem vier Sprachen – Tamil, Telugu, Malayalam und Kannada – und wechseln je nach Bundesstaat, was sich in Liedern, Beschriftungen und Alltagsgesprächen zeigt. Klassische Tanzformen wie Bharatanatyam und Kathakali sind in Tempeln und während Festen zu erleben, Frauen tragen oft Saris aus Seide, und Reis bildet die Grundlage der meisten Mahlzeiten.
Das Klima ist ganzjährig warm und feucht, Monsunregen fällt in manchen Gegenden von Juni bis September und erneut von Oktober bis Dezember. Leichte Kleidung aus Baumwolle oder Leinen ist sinnvoll, ebenso ein Regenschirm oder eine dünne Regenjacke während der Regenzeiten.
Tempeltürme, Gopuram genannt, ragen hier oft über 50 Meter in die Höhe und sind Schicht für Schicht mit farbigen Skulpturen bedeckt, die Götter, Dämonen und Tiere darstellen. Diese Bauweise unterscheidet sich deutlich von den flacheren, symmetrischen Tempeln nördlicher Regionen und prägt das Erscheinungsbild vieler Städte und Dörfer.
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