Madras High Court, Oberster Gerichtshof in Chennai, Indien
Madras High Court ist ein großes Gerichtsgebäude im Zentrum von Chennai mit roten Backsteinmauern, spitzen Türmen und Bogenöffnungen. Das Bauwerk erhebt sich über mehrere Stockwerke mit großen Innenhöfen und verbundenen Flügeln, die zahlreiche Gerichtssäle und Verwaltungskammern beherbergen.
Dieser Gerichtshof nahm seine Tätigkeit unter britischer Kolonialherrschaft im Jahr 1862 auf und zählte anfangs drei Richter, die über Zivil- und Strafverfahren entschieden. Nach der Unabhängigkeit Indiens erweiterte sich die Zuständigkeit auf Bundesstaaten wie Tamil Nadu, Andhra Pradesh und später weitere südindische Regionen.
Gerichtssäle verbinden englische Rechtstraditionen mit tamilischen Verfahrensweisen, und Anwälte tragen schwarze Roben während der Verhandlungen. Außerhalb der Haupthalle warten Besucher und Angehörige unter schattenspendenden Arkaden, während Anwaltskanzleien die umliegenden Straßen säumen und eine geschäftige Rechtsgemeinschaft bilden.
Die Anlage liegt in der Altstadt, und Besucher sollten respektvolle Kleidung wählen, wenn sie Gerichtsverhandlungen beiwohnen möchten. Sicherheitskontrollen finden am Eingang statt, daher sind zusätzliche Minuten für das Durchlaufen der Kontrollen einzuplanen.
Einige Richter tragen während feierlicher Sitzungen traditionelle weiße Perücken nach englischem Vorbild, ein Brauch, der sich in wenigen indischen Gerichten erhalten hat. Der Hauptsaal besitzt hohe Holzpaneele und schwere Kronleuchter, die an viktorianische Parlamentskammern erinnern.
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