Adamsbrücke, Natürliche Kalksteinkette zwischen Rameswaram Insel und Mannar Insel, Indien und Sri Lanka
Ram Setu ist eine Kette aus Kalksteinsandbänken, die sich etwa 30 Kilometer weit durch die Palkstraße zwischen der Südostküste Indiens und der Nordwestküste Sri Lankas erstreckt. Diese Sandbänke liegen meist knapp unter der Wasseroberfläche und bilden eine natürliche Verbindung zwischen den beiden Ländern, wobei die Wassertiefe zwischen einem und zehn Metern variiert.
Altindische Sanskrit-Schriften aus der Zeit um 1880 vor unserer Zeitrechnung erwähnen diese Formation bereits als eine Art Landbrücke zwischen den beiden Küsten. Ein schwerer Wirbelsturm im Jahr 1480 zerstörte Teile der Struktur und ließ größere Abschnitte unter Wasser versinken, sodass heute nur noch Reste sichtbar sind.
Hindu-Pilger reisen heute hierher, um den Ort zu besuchen, an dem nach religiöser Überlieferung Rama eine Brücke bauen ließ, um seine Frau Sita aus Lanka zu retten. Viele Gläubige sammeln Steine am Ufer und beten am Wasser, da die Stelle als heilig gilt und mit dieser alten Erzählung verbunden ist.
Das flache Wasser und die unregelmäßig verteilten Untiefen machen das Gebiet für größere Schiffe schwer passierbar, weshalb markierte Schifffahrtswege genutzt werden müssen. Bootsfahrten ab Rameswaram bieten Besuchern die Möglichkeit, die Formation aus der Nähe zu betrachten, sollten jedoch nur bei ruhiger See unternommen werden.
Geologische Untersuchungen legen nahe, dass die Formation vor etwa 3500 Jahren entstand, als der Meeresspiegel deutlich niedriger lag als heute. Die Steine weisen eine ungewöhnliche Altersstruktur auf, da ältere Teile oben liegen, während jüngere Ablagerungen sich darunter befinden, was auf eine besondere Entstehungsgeschichte hindeutet.
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