Luni, Flusssystem im westlichen Rajasthan, Indien.
Der Luni ist ein Fluss im westlichen Rajasthan, der vom Pushkar-Tal durch die Wüste Thar bis zu den Sumpfgebieten im Rann von Kutch fließt und dabei eine Strecke von rund 495 Kilometern zurücklegt. Er durchquert trockene Landschaften und führt Wasser, das durch Mineralablagerungen zunehmend salziger wird.
Im 19. Jahrhundert ließ Maharadscha Jaswant Singh II den Jaswant-Sagar-Staudamm in der Nähe des Dorfes Pichiyak errichten, um das Flusswasser für die Landwirtschaft zu nutzen. Diese Bauarbeiten führten zur Entwicklung mehrerer Kanäle und kleinerer Bewässerungssysteme in der Region.
Der Sanskrit-Name lavanavari verweist auf den salzigen Geschmack des Wassers, der durch die mineralreichen Böden entsteht. Fischer und Bauern orientieren sich seit Generationen an den jahreszeitlichen Schwankungen des Flusses.
Der Fluss zeigt sich je nach Monsunregen sehr unterschiedlich, wobei das Flussbett in trockenen Monaten oft nur schmale Wasserläufe aufweist. Wer die Ufer erkunden möchte, findet entlang der Route Dörfer und kleinere Zugangswege, die einen Blick auf die Landschaft ermöglichen.
Trotz steigender Salzkonzentration leben im Flusswasser 27 unterschiedliche Fischarten, die an die wechselnden Bedingungen angepasst sind. Besonders nach der Stadt Balotra nimmt der Salzgehalt deutlich zu, ohne dass das ökologische Gleichgewicht völlig zusammenbricht.
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