Bombay High Court, Berufungsgericht im Fort-Bezirk, Mumbai, Indien
Das Bombay High Court ist ein Appellationsgericht im Bezirk Fort in Mumbai, Indien, das die höchste Instanz für die Bundesstaaten Maharashtra und Goa darstellt. Das Gebäude zeigt viktorianische Gotik mit spitzen Bögen, steilen Dächern und kunstvollen Steinmetzarbeiten an den Außenfassaden.
Das Gericht nahm 1862 seine Arbeit auf, nachdem Königin Victoria seine Gründung als eines der ersten drei höheren Gerichte auf dem indischen Subkontinent genehmigt hatte. Es fungierte während der gesamten britischen Kolonialzeit als zentrale Justizinstanz für die westlichen Regionen des Landes.
Rechtsanwälte in schwarzen Roben und weißen Kragenbinden bewegen sich durch die Korridore, während Mandanten und Familien in den Wartebereichen auf Verhandlungen warten. Die Atmosphäre vermischt respektvolle Stille mit dem Gemurmel juristischer Diskussionen, die sich unter den hohen Decken ausbreiten.
Der Zugang für Besucher ist begrenzt, und Sicherheitskontrollen sind am Eingang obligatorisch, da es sich um ein aktives Gerichtsgebäude handelt. Die Außenfassade lässt sich vom Gehweg aus betrachten, während Innenräume nur für rechtliche Zwecke geöffnet sind.
Trotz der offiziellen Umbenennung Bombays in Mumbai im Jahr 1995 behält das Gericht weiterhin seinen ursprünglichen Namen bei, da eine formelle Gesetzesänderung erforderlich ist. Diese Beibehaltung verbindet die Institution symbolisch mit ihrer Gründungszeit und kolonialen Vergangenheit.
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