Gir-Nationalpark, Naturschutzgebiet in Gujarat, Indien.
Der Gir Forest ist ein Naturschutzgebiet und Nationalpark im Distrikt Junagadh in Gujarat, das 1412 Quadratkilometer trockene Laubwälder, offenes Grasland und dorniges Buschland umfasst. Das Gelände wechselt zwischen felsigen Hügeln und flachen Tälern, durchzogen von saisonalen Flüssen und künstlichen Wasserstellen, die das ganze Jahr über Tiere anlocken.
Die Nawabs von Junagadh schützten das Gebiet ab dem 19. Jahrhundert als privates Jagdrevier und retteten damit die letzten 20 Asiatischen Löwen vor dem Aussterben. Das Schutzgebiet wurde 1965 offiziell zum Nationalpark erklärt und seitdem durch strenge Regeln und wissenschaftliche Überwachung erweitert.
Die Maldharis, nomadische Hirten, leben seit Generationen im Schutzgebiet und lassen ihre Büffel frei im Wald grasen. Besucher können ihre traditionellen runden Hütten entlang der Pisten sehen und beobachten, wie das Zusammenleben mit Raubtieren den Alltag dieser Gemeinschaften prägt.
Safarifahrten finden morgens und nachmittags in offenen Jeeps statt, Führungen sind auf festgelegte Zonen beschränkt. Die Wege sind unbefestigt und können während des Monsuns schwer passierbar sein, daher ist der Park manchmal von Juni bis September geschlossen.
Die Asiatischen Löwen hier sind die einzige frei lebende Population ihrer Unterart weltweit, und ihre Zahl ist von 20 auf über 670 Tiere gestiegen. Männchen bilden oft Gruppen von zwei oder drei Tieren, ein Verhalten, das bei ihren afrikanischen Verwandten selten vorkommt.
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