Mangi-Tungi, Jain-Tempel im Bezirk Nashik, Indien.
Mangi-Tungi besteht aus zwei Gipfeln, die sich 1370 Meter über dem Meeresspiegel erheben und in deren Hänge zahlreiche Höhlentempel mit alten Inschriften gegraben sind. Die Tempelanlagen verteilen sich über beide Berge und umfassen sowohl natürliche Höhlen als auch in den Fels gehauene Schreine.
Inschriften in Sanskrit aus den Höhlen Adinath und Shantinath stammen aus dem vierzehnten Jahrhundert. König Viramdeo errichtete vor vierhundert Jahren Tempel auf beiden Hügeln, die das religiöse Erbe der Region bis heute prägen.
Der Tempelkomplex trägt den Ruf eines Siddha Kshetra, eines Ortes an dem nach religiöser Überlieferung neunundneunzig crore Asketen durch Meditation Erlösung erlangten. Pilger steigen heute zu den verschiedenen Höhlentempeln hinauf, die in die Bergflanken gemeißelt wurden und Inschriften aus vergangenen Jahrhunderten bewahren.
Regelmäßige Busverbindungen fahren von Nasik nachmittags, von Malegaon morgens und abends sowie von Manmarh vormittags zum Tempelkomplex. Der Aufstieg zu den Höhlentempeln erfordert gute körperliche Verfassung und festes Schuhwerk, da die Wege steil und teilweise uneben sind.
Eine 33 Meter hohe Statue von Lord Rishabhdev steht auf dem Gelände und wurde nach umfangreicher Forschung entworfen, die griechische Philosophie und Texte in zehn Sprachen einbezog. Diese Verbindung von indischer Tradition und griechischem Denken macht die Darstellung zu einem besonderen Beispiel interkultureller religiöser Kunst.
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