Madhya Pradesh High Court, Berufungsgericht in Jabalpur, Indien
Das Gebäude ist ein Berufungsgericht in Jabalpur und vereint barocke mit orientalischen Elementen, darunter verzierte Türme, Gesimse und detaillierte Bögen an der gesamten Fassade. Die Struktur dehnt sich über mehrere Flügel aus, in denen sich Gerichtssäle, Verwaltungsräume und Archive befinden.
Die Institution nahm am 2. Januar 1936 ihre Arbeit als Nagpur High Court auf, gegründet durch Letters Patent gemäß Section 108 des Government of India Act. Das Gebäude selbst wurde zwischen 1886 und 1889 nach Entwürfen von Henry Irwin fertiggestellt und spiegelt eine Ära wider, in der indische Justizstrukturen entstanden.
Der Gerichtsbau trägt den Namen nach dem zentralindischen Bundesstaat und steht im Herzen der Stadt, wo Richter und Anwälte in traditioneller schwarzer Robe erscheinen. Besucher sehen oft lokale Bürger, die vor den Eingangstoren warten und mit ihren Rechtsanwälten sprechen, während Akten und Dokumente in Bündeln durch die Flure getragen werden.
Die Anlage ist nicht für spontane Besichtigungstouren geöffnet, doch Besucher können die Außenfassade vom Straßenniveau aus betrachten. Wer sich für gerichtliche Abläufe interessiert, sollte bedenken, dass Gerichtssäle hauptsächlich für Rechtsverfahren reserviert sind und der Zugang eingeschränkt ist.
Das Gericht teilt sich auf drei Standorte auf, wobei zusätzliche Außenstellen in Indore und Gwalior gerichtliche Sitzungen abhalten. Insgesamt sind 53 Richterposten vorgesehen, die sowohl zivil- als auch strafrechtliche Fälle bearbeiten und dabei über mehrere hundert Kilometer verteilt arbeiten.
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