Patal Bhuvaneshwar, Hinduistischer Höhlentempel im Distrikt Pithoragarh, Indien.
Patal Bhuvaneshwar ist ein Kalkstein-Höhlentempel, der durch eine enge, tunnelartige Öffnung betreten wird; im Inneren führt eine Abfolge von Höhlen in der Höhle etwa 27 Meter hinab und erstreckt sich über rund 160 Meter, vollständig elektrisch beleuchtet. Von Wasser geformte Stalaktiten und Stalagmiten in verschiedenen Farbtönen säumen die Kammern, und an der Eingangspforte hängt eine Messingglocke.
Der Überlieferung nach entdeckte König Rituparna aus der Surya-Dynastie die Höhle im Treta Yuga; danach blieb sie Zeitalter hindurch verschlossen. Im Kali Yuga erreichte Adi Shankaracharya sie um 1191 n. Chr., den Beginn der belegten Pilgergeschichte; die Hindi-Quelle datiert dies um 822 n. Chr. und schreibt ihm die Aufstellung eines kupfernen Shiva-Lingam zu. Die Priesterfamilie Bhandari vollzieht hier seit seiner Zeit die Riten, über mehr als 20 Generationen.
Die Höhle heißt Patal Bhuvaneshwar, „unterirdische Wohnstätte Shivas“, und ihre Felsformen werden als Gestalten des Hindu-Mythos gedeutet: ein Sheshnag, der die Erde hält, Brahmas Schwan an den Wänden und ein Elefant mit tausend Beinen. Ein Havan Kund soll der Ort von Janamejayas Schlangenopfer sein. Die Priesterfamilie Bhandari dient hier seit über zwanzig Generationen, seit der Zeit Adi Shankaracharyas.
Die Erkundung erfolgt in Gruppen mit Führung, da die Höhle dunkel und komplex ist und die meisten Besucher eine Orientierungshilfe benötigen. Bequeme Schuhe und eine Jacke sind ratsam, da der Untergrund uneben ist und die Temperatur unter der Erde konstant kühl bleibt.
In der Höhle steht ein Shiva-Lingam, dem ständiges Wachstum zugeschrieben wird; heute ist es etwa 1,50 Fuß hoch, bei einer berührbaren Länge von drei Fuß. Gläubige glauben, dass die Welt endet, wenn es die Höhlendecke berührt. Die Priesterfamilie Bhandari dient hier seit mehr als 20 Generationen.
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