Taramati Baradari, Karawanserei in Hyderabad, Indien
Taramati Baradari ist ein zweistöckiges Bauwerk mit zwölf Bögen in Hyderabad in Indien, dessen breite Terrassen und hohe Säulen den offenen Raum für Luft und Licht gestalten. Die Wände zeigen Reliefs und Muster in dunklem Stein, die Türen führen durch lange Gänge zu Räumen unterschiedlicher Größe.
Sultan Abdullah Qutb Shah ließ das Gebäude im 17. Jahrhundert errichten, als Händler und Reisende Rastplätze auf den Routen zwischen der Küste und dem Inneren suchten. Später verband man das Bauwerk mit der Kunst am Hof und den Festen, die in den großen Sälen gefeiert wurden.
Der Name stammt von einer begabten Sängerin und Tänzerin, die am Hof von Golconda auftrat und deren Kunst Menschen aus der ganzen Region anzog. Besucher sehen heute die Räume, in denen einst Lieder und Tänze die Abende füllten und das Leben am Hof prägten.
Das Gelände ist tagsüber zugänglich, und der Weg vom Eingang zu den Haupträumen ist meist eben und ohne größere Stufen begehbar. Von den oberen Terrassen hat man Ausblicke auf das Umland und kann die Anordnung der Räume besser erkennen.
Von einer erhöhten Stelle aus kann man zugleich die Festung Golconda und den Osman-Sagar-See erkennen, zwei Orte, die Kilometer auseinander liegen und doch in einem Blick erscheinen. Diese Sichtlinie verbindet alte Macht mit dem Wasserspeicher, der heute noch Teile der Stadt versorgt.
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