Madras Record Office, Historisches Archivbüro in Chennai, Indien
Das Madras Record Office ist ein Verwaltungsgebäude aus der Zeit der britischen Herrschaft in Chennai, das nach indo-sarazenischen Prinzipien errichtet wurde. Die Struktur zeigt gotische Säulen, freiliegende Backsteinmauern und Steintreppen, die sich entlang eines zentralen Flurs mit neun Magazinräumen erstrecken.
Die Aufzeichnung von Dokumenten begann 1672 unter Gouverneur William Langhorne, als die East India Company ihre Verwaltung ausbaute. Das heutige Gebäude wurde 1909 fertiggestellt und spiegelt den indo-sarazenischen Stil wider, der Britische und Indische Architektur verband.
Das Archiv enthält Dokumente in Niederländisch, Persisch, Dänisch, Englisch und Tamil, die die vielfältigen Einflüsse widerspiegeln, die über Jahrhunderte in Südindien einwirkten. Diese sprachliche Vielfalt zeigt die verschiedenen Handel- und Herrschaftsphasen, die die Region geprägt haben.
Das Gebäude ermöglicht Forschern Zugang zu Wählerlisten seit 1960, Verzeichnissen von Freiheitskämpfern und historischen Zeitungen aus Tamil Nadu. Die Nutzung ist am besten mit vorheriger Planung möglich, da die Sammlungen umfangreich sind und Zeit zum Durchsuchen brauchen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die gesamten Archivbestände in einem geheimen Versteck untergebracht, um sie vor möglichen japanischen Angriffen zu schützen. Diese außergewöhnliche Vorsichtsmaßnahme zeigt, wie wichtig diese Sammlung für die Region war und wie ernst man ihre Erhaltung nahm.
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