Freitagsmoschee von Qazvin, Moschee aus dem 9. Jahrhundert in Qazvin, Iran.
Die Jameh-Moschee von Qazvin ist ein Gebethaus aus dem 9. Jahrhundert mit Steinmauern, Ziegeldächern und Details aus Gips, die verschiedene Bauepochen widerspiegeln. Der Komplex verbindet Elemente aus drei architektonischen Traditionen in einem Bauwerk, das seine lange Nutzung durch Umbauten über Jahrhunderte zeigt.
Der Bau begann 807 unter Befehl des Kalifen Harun al-Raschid, wobei später die Seldschuken und Safawiden das Gebäude umgestalteten und erneuerten. Jede dieser Dynastien hinterließ ihre eigene Bautradition in den verschiedenen Teilen der Moschee.
Die Moschee wurde an der Stelle eines einstigen zoroastrischen Feuertempels erbaut und zeigt, wie sich religiöse Praktiken in der Region im Laufe der Zeit wandelten. Besucher können diese Schichtung von Glaubensformen in der Architektur selbst erkennen.
Die Gebetsräume sind täglich für Gläubige zugänglich und funktionieren als aktive Gebetsstätte, während Bereiche des Komplexes eine öffentliche Bibliothek für die Gemeinde beherbergen. Es ist hilfreich, respektvolle Kleidung zu tragen und die Gebetszeiten zu beachten, wenn man die Räume erkunden möchte.
Die Innenmauern tragen mittelalterliche Kalligrafie-Reliefs mit Inschriften, die künstlerische Entwicklungen aus verschiedenen historischen Epochen dokumentieren. Diese handwerklichen Details zeigen, welchen Wert jede Periode auf künstlerischen Ausdruck in den heiligen Räumen legte.
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