Naaz islands, Gezeiteninseln im Landkreis Qeshm, Iran.
Die Naaz-Inseln sind zwei flache Landmassen, die sich aus dem Wasser des Persischen Golfs etwa 6 Meter über dem Meeresspiegel erheben und sich an der Küste der Insel Qeshm befinden. Ihre Struktur besteht aus flachem Gelände, das bei Flut überflute und bei Ebbe freilegt, was sie zu einem ständig wandelnden Landschaftselement macht.
Die Inseln dienten über Jahrzehnte hinweg als Ruhestationen für Fischer, die Schutzbauten errichteten, um sich während ihrer langen Ausflüge vom Meer zu erholen. Diese verlassenen Strukturen zeigen, wie die Gewässer um Qeshm einst intensiv für traditionelle Fischerei genutzt wurden.
Die Inseln sind Teil der lokalen Fischertradition und werden von den Menschen vor Ort als wichtige Orientierungspunkte in der Gezeitenlandschaft betrachtet. Besucher können hier beobachten, wie traditionelle Kenntnisse über Meeresrhythmen in der täglichen Navigation eine Rolle spielen.
Besucher können beide Inseln zu Fuß durchqueren, indem sie bei Ebbe durch flaches Wasser waten, wo das Wasser meist bis zu den Knöcheln reicht. Es ist ratsam, sich vor dem Besuch nach den Gezeitenzeiten zu erkundigen und geeignetes Schuhwerk zu tragen, um sicher zwischen den Inseln zu gehen.
Das Gelände ermöglicht Aktivitäten wie Pferderitt und Geländefahrten zwischen den Inseln, wenn der Wasserstand bei Gezeitenwechsel sinkt. Diese unerwartete Nutzung zeigt, wie die Bewohner die Landschaft kreativ für alltägliche Aktivitäten nutzen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.