Shahr-e No, Ehemaliges Rotlichtviertel in Gomrok, Teheran, Iran.
Shahr-e No war ein Bezirk in Teheran, der sich über etwa 13 Hektar erstreckte und zahlreiche Wohnhäuser, Geschäfte und Vergnügungsstätten umfasste. Die Gegend war dicht besiedelt mit hunderten von Läden und Verkaufsständen sowie verschiedenen Unterkünften.
Der Bezirk entstand in den 1920er Jahren, als die iranische Regierung eine organisierte Ansiedlung schuf und eine Umfassungsmauer errichtete. Das Viertel wurde 1979 während der islamischen Revolution abgerissen und später in einen öffentlichen Park umgewandelt.
Das Viertel wurde von Frauen geleitet, die als Hausvorsteherinnen tätig waren und den Bewohnerinnen Unterkunft, Verpflegung und finanzielle Unterstützung boten. Diese Form der Selbstverwaltung prägte das tägliche Leben im Bezirk.
Das Gelände ist heute schwer zu besuchen, da es seit 1998 in ein Park- und Klinikgelände umgewandelt wurde und wenig öffentliche Zugänglichkeit bietet. Die Geschichte ist hauptsächlich durch lokale Geschichten und Archive dokumentiert, da von der ursprünglichen Bausubstanz kaum etwas übrig ist.
Neue Bewohner benötigten eine Genehmigung eines speziellen Frauenrates und mussten regelmäßig ärztliche Untersuchungen nachweisen. Dieses Kontrollsystem war ungewöhnlich streng und strukturierte die Zulassung und Überwachung der Gemeinde.
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