Eyjafjallajökull, Gletschervulkan in der Südregion, Island
Eyjafjallajökull ist eine Eiskappe in der Südregion Islands, die einen Vulkan unter ihrer Oberfläche verbirgt. Das Eis bildet eine etwa 100 Quadratkilometer große Masse, die sich über den Gipfel erstreckt und an mehreren Stellen in Auslassgletscherzungen endet.
Die erste bekannte Eruption ereignete sich kurz nach der Besiedlung Islands im 9. Jahrhundert, gefolgt von weiteren Ausbrüchen im frühen 17. Jahrhundert und einer längeren Phase zwischen 1821 und 1823. Der bisher letzte Ausbruch begann im März 2010 und dauerte bis in den Mai hinein.
Der Name bedeutet wörtlich Inselberggletscherich und bezieht sich auf eine Hügelkette südlich des Eises, die von den Westmännerinseln aus zu sehen ist. Bauernhöfe an den Hängen zeigen noch heute Spuren der jüngsten Eruption, wenn auch das Leben längst zur Normalität zurückgekehrt ist.
Geführte Touren starten meist in Hvolsvöllur und dauern je nach Jahreszeit zwischen vier und acht Stunden. Im Winter benötigen Wanderer zusätzliche Ausrüstung für Schneebedingungen und Eis, während im Sommer leichtere Wanderkleidung ausreicht.
Während des Ausbruchs von 2010 führten Blitze in der Aschewolke zu einem seltenen meteorologischen Phänomen, das als vulkanisches Gewitter bekannt ist. Der Ascheausstoß war so fein, dass er Hunderte von Flugzeugtriebwerken gefährdete und zur größten Luftraumsperrung seit dem Zweiten Weltkrieg führte.
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