Kolbeinsey, Felsenriff im Grönlandmeer, Island
Kolbeinsey ist ein Felsenriff in der Grönlandsee etwa 105 Kilometer nördlich von Islands Küste. Die Formation besteht aus zwei getrennten Skerry, die sich in extremer geografischer Lage befinden.
Die Formation war ursprünglich eine viel größere Masse und schrumpfte im Laufe der Jahrhunderte durch Erosion und Wellenschlag. Im 17. Jahrhundert maß sie etwa 700 Meter in der Länge, war aber bis zum frühen 20. Jahrhundert auf die Hälfte ihrer Größe geschrumpft.
Die Formation erhielt ihren Namen von Kolbeinn Sigmundsson, dessen Geschichte von Schiffbruch und Tod in der traditionellen Svarfdæla-Saga erscheint.
Der Ort liegt weit draußen im offenen Meer und ist nur mit spezieller maritimer Ausrüstung oder gerichteten Touren erreichbar. Die Bedingungen sind das ganze Jahr über rau und unberechenbar, weshalb Besuche von Wind, Wellen und Wetter abhängen.
Die Felsformation markiert Islands nördlichsten Punkt und liegt über der Mid-Atlantic Ridge, einer der tiefsten geologischen Merkmale der Erde. Diese Position macht es zu einem seltenen Ort, an dem man eine tektonische Grenze von der Oberfläche aus sehen kann.
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