Helgafell, Heiliger Berg nahe Stykkisholmur, Island
Helgafell ist ein kleiner Berg auf der Halbinsel Snaefellsnes im Westen Islands, der sich knapp über das flache Küstenland erhebt. Von der Spitze aus sieht man über die Bucht Breidafjordur und die umliegenden Berge.
Ein Augustinerkloster stand auf dem Berg vom 12. Jahrhundert bis zur Reformation und war ein wichtiges Lern- und Kultzentrum für den Westen Islands. Schon davor galt der Berg für die ersten Siedler der Region als heiliger Ort.
Eine alte Tradition besagt, dass wer schweigend und ohne sich umzudrehen auf den Gipfel steigt und sich dann nach Osten wendet, drei Wünsche erfüllt bekommt. Viele Besucher halten sich noch heute daran und steigen bewusst leise und ohne Unterbrechung hinauf.
Der Weg auf den Gipfel ist kurz und dauert zu Fuß etwa zehn Minuten. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände felsig und uneben sein kann.
Alte isländische Aufzeichnungen berichten, dass die ersten Siedler sich nicht waschen durften, bevor sie den Berg erblickten, so groß war seine religiöse Bedeutung für sie. Diese Regel zeigt, wie tief verwurzelt die Verehrung dieses Ortes in der frühen isländischen Gesellschaft war.
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