Gorizia, Grenzstadt in Friaul-Julisch Venetien, Italien
Gorizia ist eine Gemeinde im Nordosten Italiens, die an Slowenien grenzt und sich am Fuß der Julischen Alpen auf 84 Metern Höhe erstreckt. Die Stadt teilt sich mit Nova Gorica auf der slowenischen Seite eine durchgehende städtische Struktur, wobei beide Ortskerne durch eine offene Grenze verbunden sind.
Das Schloss und die Siedlung wurden erstmals im Jahr 1001 urkundlich erwähnt, als Kaiser Otto der Dritte sie dem Patriarchen von Aquileia übergab. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch die neue Grenze zwischen Italien und Jugoslawien geteilt, wodurch auf slowenischem Gebiet ein neuer Kern entstand.
Die Altstadt verbindet romanische, gotische und barocke Elemente mit österreichisch-ungarischen Fassaden aus dem späten neunzehnten Jahrhundert. Die Cafés und Osterie rund um die Piazza della Vittoria zeigen noch heute die Gewohnheiten einer mitteleuropäischen Grenzregion.
Die Gorizia-Bahnstation bietet regelmäßige Verbindungen nach Venedig, Triest und Udine über den Tag verteilt an. Schilder an der Grenze zu Nova Gorica sind zweisprachig, sodass sich Fußgänger leicht zwischen beiden Seiten bewegen können.
Die Piazza Transalpina markiert den Punkt, an dem Italien und Slowenien zusammentreffen, mit einer einfachen Linie auf dem Boden. Bis zum Jahr 2004 verlief hier ein Zaun, heute bewegen sich Besucher frei zwischen beiden Ländern hin und her.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.