Livinallongo del Col di Lana, italienische Gemeinde
Livinallongo del Col di Lana ist eine Gemeinde in der Provinz Belluno in den Dolomiten, die aus mehreren kleinen Dörfern besteht, darunter Pieve mit seiner Kirche und seinem Museum. Das Gebiet wird durch die markante Bergsilhouette geprägt, bewaldete Hügel, Wiesen mit Viehbestand und Steinhäuser mit Holzelementen.
Die Gegend war seit Jahrhunderten Heimat der Ladin-Völker und behielt ihre Sprache und Traditionen bei. Während des Ersten Weltkriegs war Col di Lana ein Ort intensiver Kämpfe mit schweren Verlusten und hinterließ bis heute sichtbare Spuren wie Befestigungen und Granattrichter.
Livinallongo ist ein Zentrum der Ladin-Kultur mit einer eigenen Sprache und Lebensweise, die hier seit Generationen bewahrt wird. Die Dorfbewohner feiern traditionelle Feste mit Volksliedern, lokaler Kleidung und regionalen Speisen, die das kulturelle Erbe lebendig halten.
Das Gebiet ist mit dem Auto über mehrere Pässe wie Passo Campolongo oder Passo Falzarego erreichbar, und es gibt Busverbindungen zu größeren Orten. Besucher können zwischen Winter-Skifahren in der Nähe von Arabba und Sommer-Wanderungen auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen.
In April 1916 sprengten Soldaten absichtlich einen Teil des Col di Lana weg, um einen Vorteil im Krieg zu erreichen, hinterließ einen Krater der immer noch sichtbar ist. Das Ereignis, das als Explosionstruppe in die Geschichte einging, tötete viele Soldaten und wird heute noch von Kriegspfaden und Denkmälern in der Landschaft erinnert.
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