Carrara, Marmorsteinbruchzentrum in der Toskana, Italien
Carrara ist eine Stadt in der Provinz Massa-Carrara in der Toskana, in der das Gewinnen von Marmor seit Jahrhunderten das Leben prägt. Die weißen Steinbrüche ziehen sich die Flanken der Apuanischen Alpen hinauf, und von vielen Straßen aus sieht man die hellen Narben, die in den Berg geschnitten sind.
Römische Siedler begannen im zweiten Jahrhundert vor Christus, die Steinbrüche zu nutzen, und transportierten die Blöcke über den Hafen von Luni in viele Teile des Imperiums. Im Mittelalter und in der Renaissance blieb die Förderung weiterhin zentral, und Bildhauer aus ganz Europa kamen hierher, um das Material für ihre Arbeiten auszuwählen.
In den Werkstätten der Stadt können Besucher zusehen, wie Steinmetze mit Hammer und Meißel arbeiten, eine Praxis, die viele Familien seit Generationen pflegen. Die Namen der Brüche auf den umliegenden Hängen – Fantiscritti, Colonnata, Torano – tauchen in Gesprächen immer wieder auf, da sie unterschiedliche Qualitäten des weißen Gesteins liefern.
Die Werkstätten und Museen liegen meist im Zentrum und sind zu Fuß erreichbar, während die Steinbrüche in den Bergen über kurvenreiche Straßen erreichbar sind. Wer die höher gelegenen Brüche besuchen möchte, sollte festes Schuhwerk tragen und beachten, dass die Wege steil und manchmal rutschig sein können.
Das Dorf Colonnata, oberhalb der Stadt, ist bekannt für seinen Speck, der in Wannen aus lokalem Stein reift und ihm einen besonderen Geschmack verleiht. Die Steinmetze der Region pflegen noch heute die Tradition, jede Wanne von Hand zu fertigen und in den kühlen Kellern zu lagern.
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