Erto e Casso, Berggemeinde in der Provinz Pordenone, Italien
Erto e Casso ist eine Berggemeinde in der Provinz Pordenone, die aus zwei getrennten Siedlungen auf 775 Metern Höhe besteht. Die Ortschaften liegen in den Karnischen Voralpen und gehören zur Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens.
Dokumente aus dem 8. Jahrhundert erwähnen diese Orte erstmals in den historischen Quellen. Nach 1963 verließen die Bewohner ihre Häuser wegen des Vajont-Staudamms, kehrten aber ab 1966 zurück und bauten die Gemeinde neu auf.
Die Menschen in Erto sprechen einen eigenen ladinischen Dialekt, während in Casso ein venezianischer Dialekt aus der Nachbarregion zu hören ist. Diese sprachliche Trennung spiegelt die lange getrennte Entwicklung der beiden Ortsteile wider.
Die Gemeinde liegt etwa 130 Kilometer nordwestlich von Triest und ist über die Nationalstraße 251 erreichbar. Wer hierher kommt, sollte für schmale Bergstraßen und steile Anstiege gerüstet sein.
Die Bewohner erhielten eine Medaille für Zivilmut, nachdem sie gegen behördliche Verbote in ihre Bergdörfer zurückkehrten. Ihre Entschlossenheit führte dazu, dass die Gemeinde trotz aller Warnungen wieder aufgebaut wurde.
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