Aquileia, Archäologische Stätte in Friaul-Julisch Venetien, Italien
Aquileia ist eine archäologische Stätte in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens, wo Ausgrabungen das Forum, Wohnviertel und öffentliche Gebäude einer antiken Hafenstadt freigelegt haben. Die Ruinen erstrecken sich über mehrere Hektar und zeigen die Stadtplanung und Bauweise der römischen Mittelmeerkultur.
Die Stadt wurde 181 vor Christus als römische Kolonie gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum mit Verbindungen zum gesamten Mittelmeerraum. Der hunnische König Attila zerstörte sie im Jahr 452, was das Ende ihrer Bedeutung als wirtschaftlicher Knotenpunkt markierte.
Die Kathedrale zeigt Bodenmosaiken aus dem vierten Jahrhundert mit religiösen Darstellungen und frühen christlichen Symbolen auf über 750 Quadratmetern. Diese Kunstwerke gehören zu den am besten erhaltenen Beispielen frühchristlicher Kunst in Italien und zeigen biblische Szenen und Tiermotive.
Das archäologische Nationalmuseum zeigt über 2.000 römische Fundstücke wie Skulpturen, Münzen und Inschriften aus der Kaiserzeit. Die Ausgrabungen und die Kathedrale liegen in einer kleinen Stadt, die zu Fuß erkundet werden kann.
Die Überreste der römischen Hafenanlagen entlang des Flusses Natiso zeigen die Ingenieurskunst, die den Seehandel im Mittelmeerraum ermöglichte. Heute verlaufen die ausgegrabenen Kaianlagen parallel zu modernen Feldern und Weinbergen.
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