Paularo, italienische Gemeinde
Paularo ist ein kleines Dorf in Friaul-Julisch Venetien inmitten von Bergen, Wäldern und Wiesen. Das Dorf hat alte Steinhäuser mit roten Ziegeldächern, breite Plätze wie Piazza Julia und Piazza IV Novembre, sowie mehrere Kirchen aus dem 18. Jahrhundert mit bemalten Decken und historischen Altären.
Menschliche Besiedlung in der Gegend reicht bis vor etwa 40.000 Jahren zurück, wie Steinfunde aus der Altsteinzeit zeigen. Während der Römerzeit wurde die Region als Weidegebiet genutzt, später unter venezianischer Herrschaft versorgte der Wald hier Schiffe mit Bauholz und machte Paularo wohlhabend.
Paularo war über Jahrhunderte eine Gemeinschaft, die von Bergwirtschaft und Handwerk geprägt wurde. Heute können Besucher diese Vergangenheit in den traditionellen Festen wie der Femenate im Januar erleben, einem alten Ritual mit Feuer und Mais, sowie in den lokalen Spezialitäten wie Cjarsons und Frico, die noch immer nach überlieferten Rezepten zubereitet werden.
Der Ort ist gut für mehrtägige Besuche ausgelegt, mit Wanderwegen aller Schwierigkeitsgrade und Bergen zum Erkunden. Für eine bessere Orientierung sind die wichtigsten Wege markiert, und es gibt Hütten in höheren Lagen wie Zermula und Lodin Alta, die in den Sommermonaten lokale Käsespezialitäten anbieten.
Im Zermula-Wald wächst eine außergewöhnliche Fichte mit sechs Stämmen, etwa 180 Jahre alt, die sich über den Boden breitet und Hunderte von neuen Trieben bildet. Dieses einzigartige Naturphänomen zeigt die Anpassungsfähigkeit der Alpine Vegetation unter schwierigen Bergbedingungen.
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