Camerota, italienische Gemeinde
Camerota ist ein kleines Dorf in der Provinz Salerno in der südlichen Kampanien, das auf einem Hügel nahe der Küste liegt. Die Stadt besteht aus dem Hauptort und drei kleineren Gemeindeteilen: Licusati, Lentiscosa und Marina di Camerota, die jeweils enge, gewundene Straßen mit alten Steingebäuden aufweisen.
Die Stadt wurde im 8. oder 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern gegründet und später zwischen 535 und 553 n. Chr. mit einem Schloss befestigt, das während des Krieges zwischen Goten und Byzantinern gebaut wurde. Im Jahr 909 war Camerota die zweite wichtigste Festung des Cilento und wurde später von Sarazenen, Normannen und Osmanen angegriffen, bevor es 1806 unter napoleonischer Herrschaft seine Feudalherrschaft verlor.
Der Name Camerota stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet 'gewölbt' oder 'bogig', was sich auf die natürlichen Höhlen und die Architektur der alten Häuser bezieht. Die Einwohner sprechen einen lokalen Dialekt, das Cilentanische, und bewahren Traditionen durch saisonale Feste und einfache Küche mit frischen Meeresfrüchten, Oliven und Gemüse.
Das Dorf ist klein und lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die Straßen eng und gewunden sind und ein langsames Tempo erfordern. Der Zugang zu Marina di Camerota erfolgt über einfache Straßen, die von Olivenbäumen und mittelmeerischem Buschwerk gesäumt sind, und das Gelände bietet herrliche Ausblicke auf die Küste.
Die Gegend beherbergt prähistorische Höhlen, in denen Neandertaler und frühe moderne Menschen vor Tausenden von Jahren Zuflucht suchten. Diese Höhlen zeigen noch immer Spuren ihrer Anwesenheit und bieten Einblicke in die früheste menschliche Besiedlung der Region.
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