Monreale, Mittelalterliche Kathedralstadt in Sizilien, Italien.
Monreale ist eine Kleinstadt auf den Hängen des Monte Caputo in der Metropolitanstadt Palermo, Sizilien. Die engen Gassen führen bergab in Richtung der fruchtbaren Ebene Conca d'Oro, wo Zitrus- und Olivenhaine das Tal füllen.
König Wilhelm II. von Sizilien gründete hier 1174 ein Benediktinerkloster und verwandelte die Siedlung binnen weniger Jahre in ein geistliches Zentrum. Die päpstliche Erhebung zum Bischofssitz erfolgte 1183 und festigte die religiöse Bedeutung des Ortes für die Region.
Die gotisch-normannische Kathedrale trägt den Namen Santa Maria Nuova und zieht täglich Besucher in ihr Inneres, wo die goldenen Flächen mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament noch immer leuchten. Der angrenzende Kreuzgang dient heute als stiller Ort zum Verweilen, während lokale Familien sonntags zur Messe kommen oder in den umliegenden Gassen spazieren gehen.
Regelmäßige Buslinien verbinden den Ort mit Palermo, die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde und endet nahe dem zentralen Domplatz. Die Straßen steigen teilweise steil an, festes Schuhwerk erleichtert den Rundgang durch die Altstadt und hinauf zu den höher gelegenen Aussichtspunkten.
Der Kreuzgang neben der Kathedrale zeigt 228 Marmorsäulen, und keine gleicht der anderen in ihren geschnitzten Mustern und Verzierungen. Die Säulen vereinen normannische, arabische und provenzalische Einflüsse, was die vielfältigen Kontakte Siziliens im 12. Jahrhundert widerspiegelt.
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