Sterzing, Mittelalterliche Gemeinde in Südtirol, Italien.
Sterzing ist eine Gemeinde im Südtiroler Eisacktal, die auf 948 Metern Höhe liegt und als nördlichste Stadt Italiens gilt. Ein zentraler Turm trennt die Altstadt vom neueren Viertel und markiert die historische Grenze entlang der Hauptstraße.
Die Siedlung entstand 14 v. Chr. als römisches Militärlager Vipitenum, gegründet von Nero Claudius Drusus entlang der Verbindung zwischen Italien und Germanien. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Handelsposten auf der Route über den Brenner.
Das Rathaus steht am Hauptplatz und zeigt die Bedeutung der Stadt als Handels- und Verwaltungsort über Jahrhunderte. An den Fassaden entlang der Straße erkennt man noch heute Wirtshausschilder und Zunftzeichen, die auf frühere Handwerksberufe hinweisen.
Die Stadt liegt direkt an der Brennerautobahn und an der Eisenbahnlinie zwischen Innsbruck und Bozen, mit häufigen Regionalzügen, die am Bahnhof halten. Im Winter kann Schnee die Straßen bedecken, daher empfehlen sich festes Schuhwerk und warme Kleidung in den kälteren Monaten.
Das nahegelegene Schloss Reifenstein bewahrt mittelalterliche Möbel, Küchengeräte und verzierte Holzpaneele aus jener Zeit in seinen Räumen. Diese Einrichtungsstücke gehören zu den am besten erhaltenen Beispielen häuslicher Ausstattung aus dem Mittelalter im Alpenraum.
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