Marta, italienische Gemeinde
Marta ist eine Gemeinde in der Provinz Viterbo in der Region Lazio, die direkt am Ufer des Bolsenasees liegt. Enge Gassen aus Stein führen vom Seeufer bergauf bis zur mittelalterlichen Uhr Torre dell'Orologio, die den höchsten Punkt des Ortes markiert.
Marta war seit dem Mittelalter ein Fischerei- und Handelszentrum, das seinen Lebensunterhalt vor allem aus dem Bolsenasee zog. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Kirchen und Befestigungsanlagen errichtet, die dem Ort sein heutiges Aussehen gegeben haben.
Der Name Marta geht auf die heilige Martha zurück, die Schutzpatronin des Ortes, deren Verehrung noch heute spürbar ist. Jedes Jahr im Mai findet das Fest der Barabbata statt, bei dem Fischerinnen und Bäuerinnen in traditionellen Trachten durch die Gassen ziehen, um der Heiligen zu danken.
Marta liegt etwa 20 Kilometer von Viterbo entfernt und ist von dort aus mit Bus oder Auto erreichbar. Ein Besuch zwischen Mai und Oktober ist angenehmer, da dann das Wetter am See einen längeren Aufenthalt im Freien erlaubt.
Der Bolsenasee, an dem Marta liegt, gilt als einer der größten Vulkankraterseen Europas. Das Wasser speist sich aus unterirdischen Quellen, was ihm eine für den Sommer ungewöhnlich kühle Temperatur verleiht.
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