Mura di Tuscania, Mittelalterliche Stadtmauern in Tuscania, Italien
Die Mura di Tuscania bilden einen unregelmäßigen polygonalen Ring um den mittelalterlichen Kern und erreichen im Südosten die Reste der früheren etruskischen Mauer. Die mittelalterlichen Mauern bestehen aus Tuffquadern, einzelne Abschnitte beim alten Kastell tragen Zinnen. Erhalten sind Wachtürme wie die Torre di San Marco an der gleichnamigen Pforte und die Ruine des Castello del Rivellino; mittelalterliche Türme haben quadratischen Grundriss, spätere sind halbrund oder rund.
Die Befestigung begann als etruskische Siedlungsmauer und wurde vom Mittelalter bis etwa 1500 mehrfach erweitert und verstärkt. Verschiedene Bauphasen hinterließen Spuren in den unterschiedlichen Steintechniken, die man noch heute an der Struktur erkennt.
Die Mauern zeigen, wie die Menschen die Stadt im Mittelalter geschützt haben wollten und welche Bedeutung die beiden Haupttore für das tägliche Leben hatten. Man sieht heute noch, wie diese Eingänge den Fluss von Besuchern und Waren kontrollierten und die Struktur der Stadt prägten.
Die Mauern lassen sich auf ausgeschilderten Wanderwegen erkunden, die verschiedene Abschnitte verbinden und Aussichten auf die Stadt und die Landschaft bieten. Am besten besucht man sie früh am Tag, wenn weniger Menschen unterwegs sind und man die Details der Bauweise besser sehen kann.
Die etruskischen Reste bei Santa Maria Maggiore und San Pietro bestehen aus polygonalen Tuffblöcken, einer für die späte Etruskerzeit typischen Bauweise. Auch die mittelalterlichen Mauergürtel wurden aus Tuffquadern errichtet, sodass beide Phasen denselben lokalen Stein verwenden.
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