Abtei Farneta, Benediktinerkloster in Cortona, Italien
Die Abtei Santa Maria a Farneta ist eine Benediktinerabtei mit einer romanischen Kirche, die durch eine einzige Naidalschiffform mit drei Apsiden geprägt wird. Die Bausubstanz nutzt antike Granitstützen aus römischen Gebäuden, während ein Museum Fossilienfunde aus der Val di Chiana zeigt, darunter Überreste von Elefanten und Flusspferden.
Kaiser Heinrich II. bestätigte 1014 den Besitz des Klosters über zahlreiche Burgen, Kirchen und Ländereien in der gesamten Region Val di Chiana. Diese kaiserliche Anerkennung sicherte der Abtei großen Einfluss und territoriale Macht während des Mittelalters.
Die Krypta des Klosters bewahrt eine frühe christliche Begräbnisanlage mit charakteristischen kleeblattförmigen Nischen und Säulen aus verschiedenen Epochen. Besucher können hier die Schichtung von Glaubensschichten erkennen, wo alte Materialien in neue Strukturen integriert wurden.
Besucher finden auf dem Gelände ein interpretatives Zentrum mit paleontologischen Funden aus der Region, darunter Fossilien von prähistorischen Tieren. Der Ort ist am besten zu Fuß erreichbar und ermöglicht es, die Kirche und die Museumsräume in gemächlichem Tempo zu erkunden.
Die rechte Wand der Kirche trägt Fresken aus dem Jahr 1527, gemalt von Tommaso Bernabei und Papacello, die eine historische Darstellung der ursprünglichen Struktur der Abtei zeigen. Diese Wandmalereien sind eine visuelle Dokumentation davon, wie das Kloster in früheren Zeiten ausgesehen hat.
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