Ustica, Geschütztes Meeresreservat im Tyrrhenischen Meer, Italien.
Ustica ist eine kleine Vulkaninsel im Tyrrhenischen Meer vor der Nordküste Siziliens mit schwarzen Lavafelsen und dichtem grünem Buschwerk. Entlang der Küste wechseln sich flache Buchten mit steilen Klippen ab, in denen sich zahlreiche Höhlen öffnen.
Bronzezeitliche Siedler errichteten im 14. Jahrhundert v. Chr. ein befestigtes Dorf mit mehreren hundert Steinhäusern auf der Nordseite der Insel. Später nutzten phönizische und römische Seefahrer den Hafen als Zwischenstation auf ihren Routen durch das westliche Mittelmeer.
Die Häuserfassaden im Ortskern tragen großflächige Wandmalereien, die von Künstlern aus aller Welt gestaltet wurden. Auf den engen Gassen riecht es nach getrocknetem Fisch und frischem Brot aus den kleinen Backstuben.
Fährverbindungen nach Palermo verkehren das ganze Jahr über, im Sommer fahren zusätzliche Boote mehrmals täglich. Die Wege rund um die Insel eignen sich für Wanderungen, festes Schuhwerk ist wegen der Vulkansteine ratsam.
Seit 1986 schützt die erste Meeresschutzzone Italiens die Gewässer rund um die Insel in sechs Zonen mit unterschiedlichen Zugangsregeln. Taucher finden in den flachen Buchten antike Amphoren und Anker aus römischer Zeit auf dem Meeresgrund.
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