Torre di Santa Maria, Küstenverteidigungsturm in Ustica, Italien
Der Torre di Santa Maria ist ein quadratischer Turm, der sich etwa 15 Meter über dem Hafen von Cala Santa Maria erhebt und eine abgestumpfte Pyramidenform aufweist. Die Struktur verfügt über mehrere Fenster an den Nordwest- und Südostseiten sowie über mehrere Ebenen mit gewölbten Räumen, die um einen zentralen Korridor angeordnet sind.
Der Turm wurde 1759 von Militäringenieur Andrea Pigonati auf Befehl von Karl III. von Bourbon entworfen, die Bauarbeiten unter Ingenieur Sgarbi begannen jedoch erst später. Die Fertigstellung erfolgte 1763 mit Lavagestein aus der lokalen Gegend.
Die Struktur war Teil des sizilianischen Küstenverteidigungsnetzes und ermöglichte die visuelle Kommunikation mit anderen Festungen zur Überwachung sarazenischer Übergriffe.
Der Turm ist über eine Eingangstür im ersten Geschoss zugänglich, die zu den verschiedenen Ebenen im Inneren führt. Die Anordnung ermöglicht es Besuchern, die gewölbten Räume zu erkunden und die verschiedenen Stockwerke zu durchlaufen.
Das Bauwerk diente bis 1965 als Gefängnis und beherbergte danach ein Archäologisches Museum sowie eine Kunstgalerie. Diese kulturellen Funktionen wurden später ins Stadtzentrum verlegt, aber die Geschichte als Museumsort ist noch in der lokalen Erinnerung präsent.
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