Pitigliano, Mittelalterliche Kommune in der Toskana, Italien
Pitigliano ist eine Gemeinde in der Provinz Grosseto in der südlichen Toskana, erbaut auf steilen Tuffsteinklippen, die sich etwa 300 Meter über die umliegenden Täler erheben. Viele Häuser und Keller sind direkt in den porösen Fels gehauen, was dem Ortskern ein geschichtetes Aussehen verleiht.
Die ersten Siedler gruben bereits im sechsten Jahrhundert vor Christus Straßen und Wasserkanäle in den Tuffstein und hinterließen etruskische Nekropolen. Im 16. Jahrhundert nahmen die Medici den Ort ein und errichteten das Aquädukt, das bis heute sichtbar ist.
Die Einwohner nennen den Ort gelegentlich Klein-Jerusalem, ein Name, der auf die jüdische Gemeinde verweist, die hier jahrhundertelang lebte und das Straßenbild prägte. Heute erinnern daran noch die Bäckerei, die koscheres Brot nach alten Rezepten backt, und das rituelle Bad unter der Erde.
Man parkt außerhalb der Stadtmauer und geht zu Fuß hinein, da die engen Gassen meist für Autos gesperrt sind. Flaches Schuhwerk hilft auf den unebenen Pflastersteinen und beim Auf und Ab durch die Ebenen des Ortes.
Unter mehreren Gebäuden liegen Weinkeller im Tuffstein, in denen die Temperatur das ganze Jahr über gleichmäßig bleibt und die Reifung begünstigt. Die Keller erreicht man manchmal durch schmale Treppen, die direkt aus dem Fels gehauen wurden.
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