Monte di Pietà, Manieristisches Kirchengebäude im Spaccanapoli-Viertel, Neapel, Italien
Der Palazzo del Monte di Pietà ist ein Mannerist-Kirchenbau in der Spaccanapoli-Straße in Neapel mit einem Portal aus dorischen Säulen und einem Entablaturdekor mit Triglyphen und Inschriften. Das Gebäude zeigt die elegante Fassadengestaltung dieser kunsthistorischen Epoche mit sorgfältig ausgeführten Schmuckelementen.
Der Palazzo wurde 1539 nach Erlass von Kaiser Karl V. gegründet, um christliche Darlehen anzubieten, nachdem jüdische Geldverleiher aus der Stadt vertrieben worden waren. Diese Institution entwickelte sich zu einem wichtigen Finanzinstrument für die Bevölkerung Neapels.
Die Kapelle enthält Statuen von Pietro Bernini, die Wohltätigkeit und Sicherheit darstellen, während der griechische Künstler Belisario Corenzio die Gewölbemalereien schuf. Diese Werke zeigen die künstlerische Qualität, die in diesem Finanzgebäude bewahrt wurde.
Das Gebäude liegt entlang des unteren Decumanus Maximus, der berühmten Spaccanapoli-Straße, und dient als Orientierungspunkt im historischen Zentrum. Besucher können die Fassade von der Straße aus sehen und die kunsthistorische Bedeutung des Bauwerks verstehen.
Das Gebäude wurde bei dem Aufstand von Masaniello bedroht, aber Giulio Genoino verhinderte, dass die Revolutionäre es abbrennen wollten. Diese dramatische Episode zeigt, wie diese Institution trotz sozialer Unruhen in der Stadt beschützt wurde.
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