Anagni, Mittelalterliche Kommune in Latium, Italien
Anagni ist eine Gemeinde in der Provinz Frosinone in Latium, die sich auf einem Hügel erhebt und von römischen Mauern umgeben wird. Steinbauten säumen die gewundenen Gassen, und im Zentrum öffnen sich mehrere Plätze zwischen den Gebäuden aus verschiedenen Jahrhunderten.
Funde aus der Altsteinzeit belegen menschliche Anwesenheit in der Gegend vor vielen Jahrtausenden, während römische Mauern später das Siedlungsgebiet umschlossen. Im 13. Jahrhundert erlebte der Ort eine päpstliche Blütezeit, als mehrere Mitglieder der Familie Conti das Papsttum innehatten.
Der Name leitet sich möglicherweise vom Fluss Anio ab, während die Bewohner heute in acht Vierteln leben, die jeweils eigene Bräuche pflegen. Die mittelalterlichen Gassen verbinden Wohnhäuser mit Handwerksbetrieben, und Cafés öffnen sich zu kleinen Plätzen, wo Einheimische morgens zusammenkommen.
Die Stadt liegt auf einer Anhöhe, und steile Straßen führen zum historischen Kern hinauf, während Parkmöglichkeiten vor den Mauern vorhanden sind. Die Gassen im Zentrum sind schmal und uneben, daher ist bequemes Schuhwerk sinnvoll.
Die Krypta der Kathedrale zeigt Fresken aus dem 12. Jahrhundert, die religiöse Szenen und mittelalterliche Vorstellungen vom Kosmos auf Steinwänden festhalten. Der Papst Bonifatius VIII. wurde hier im Jahr 1294 in einem folgenreichen Ereignis öffentlich geschlagen, was in die Geschichte als Schiaffo di Anagni einging.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.