Villa Magna, Römische Villa und archäologische Stätte in Anagni, Italien.
Villa Magna ist eine archäologische Grabungsstätte einer römischen Villa in Anagni und zeigt die Grundmauern, Wände und Strukturelemente einer großen römischen Wohnanlage auf mehreren Ebenen. Die Ausgrabungen haben umfangreiche Überreste freigelegt, die das Leben und die Aktivitäten der Bewohner über mehrere Jahrhunderte dokumentieren.
Die archäologischen Untersuchungen zeigen kontinuierliche Besiedlung vom römischen Reich bis in die frühmittelalterliche Zeit. Die Schichten der Ausgrabungen erzählen von der langen Geschichte der Besiedlung und Nutzung dieses Ortes durch aufeinanderfolgende Generationen.
Der Name des Ortes lebt im Flurnamen Villamagna weiter, der an die kaiserliche Villa und das spätere Kloster San Pietro erinnert. Mit 23 Jahren nahm Marcus Aurelius hier mit Antoninus Pius an der Weinlese teil und berichtete seinem Lehrer Fronto vom Keltern der Trauben, den Scherzen der Bauern und dem Essen im Kelterraum. Das zeremonielle Keltern gehörte zu den Vinalia, dem Weinlesefest Latiums.
Der archäologische Fundplatz ist durch geführte Touren zugänglich, die mit lokalen Ausgrabungsorganisationen arrangiert werden können. Parkplätze sind in der Nähe des Eingangs verfügbar, und die Besucher sollten angemessene Kleidung und Schuhe für unebenes Gelände mitbringen.
Der Boden des Doliariums der Kelterei, in dem die Arbeiter die Trauben traten, war mit kostbarem Marmor gepflastert, ebenso der davorliegende Bankettsaal. Marcus Aurelius, damals 23, sah der Kelterung zu und schrieb seinem Lehrer Fronto, er habe bei der Weinlese mit den anderen geschwitzt.
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