Akragas, Archäologischer Park in Agrigent, Italien.
Der archäologische Park erstreckt sich über 1300 Hektar und umfasst acht antike griechische Tempel, die zwischen 510 und 430 v. Chr. auf einem Kalksteinkamm errichtet wurden. Die Anlage zeigt erhaltene dorische Säulen, Fundamente und Überreste von Stadtmauern. Olivenhaine und Mandelbäume wachsen zwischen den antiken Ruinen auf dem erhöhten Gelände.
Griechische Siedler gründeten die Stadt Akragas im Jahr 580 v. Chr. und errichteten in den folgenden Jahrzehnten mehrere Tempel. Die karthagischen Truppen eroberten und beschädigten die Anlage im Jahr 406 v. Chr. Die Römer übernahmen die Stadt 210 v. Chr. und benannten sie in Agrigentum um. Erdbeben und christliche Umnutzung veränderten viele Strukturen im Laufe der Jahrhunderte.
Die Tempel dienten als religiöse Zentren für die griechischen Siedler, die ihre Schutzgottheiten verehrten. Der Name Tal der Tempel entstand im 18. Jahrhundert, obwohl die Heiligtümer auf einem Hügelkamm und nicht in einem Tal stehen. Der archäologische Park zieht jährlich über eine Million Besucher aus der ganzen Welt an.
Der Park ist täglich ab 8:30 Uhr geöffnet. Eintrittskarten kosten 12 Euro für Erwachsene, ermäßigte Tarife gelten für EU-Bürger unter 25 Jahren. Shuttlebusse verkehren zwischen den wichtigsten Tempeln. Am besten besucht man die Anlage am frühen Morgen oder späten Nachmittag, um der Mittagshitze zu entgehen. Festes Schuhwerk wird für das unebene Gelände empfohlen.
Der Tempel des Zeus erstreckte sich über 112 Meter Länge und verwendete massive Steinfiguren namens Telamonen als tragende Elemente, die eine Höhe von 7,5 Metern erreichten. Eine dieser kolossalen Figuren liegt heute rekonstruiert auf dem Boden des Parks. Akragas war im 5. Jahrhundert v. Chr. eine der reichsten griechischen Städte im Mittelmeerraum.
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