Mazara del Vallo, Küstengemeinde im westlichen Sizilien, Italien
Mazara del Vallo ist eine Küstengemeinde in der Freien Gemeinde Trapani im Westen Siziliens, die an der Mündung des Flusses Mazaro ins Mittelmeer liegt. Die Stadt erstreckt sich entlang des Flussufers mit einem historischen Zentrum, wo enge Gassen zwischen mehrstöckigen Steingebäuden, kleinen Plätzen und Kirchen verlaufen.
Die Siedlung entstand im 9. Jahrhundert vor Christus als phönizischer Handelsposten an der sizilianischen Westküste. Im Jahr 827 eroberten arabische Truppen die Stadt und machten sie zu einem wichtigen Zentrum für Handel und Seefahrt im westlichen Mittelmeer.
Das Kasbah-Viertel bewahrt seine nordafrikanische Prägung durch verwinkelte Gassen, kleine Innenhöfe und weiß getünchte Häuser mit arabischen Elementen. Fischer bringen jeden Morgen ihren Fang an die Kais, wo sich Käufer und Händler um die frische Ware versammeln und dabei sizilianischen Dialekt mit arabischen Lehnwörtern sprechen.
Der Hafen ist einer der größten Fischereistandorte Italiens und bietet frischen Fisch, der täglich in den Restaurants entlang der Uferpromenade serviert wird. Besucher können durch die engen Gassen der Altstadt spazieren und dabei traditionelle Handwerksbetriebe und kleine Geschäfte entdecken, die regionale Produkte verkaufen.
Das Museum des Tanzenden Satyr zeigt eine bronzene griechische Statue aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, die im März 1998 von Fischern aus dem Mittelmeer geborgen wurde. Die Figur gilt als eines der wenigen erhaltenen Beispiele hellenistischer Bronzekunst und zieht Besucher aus der ganzen Welt an.
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