Cave di Cusa, Alter Kalksteinbruch nahe Campobello di Mazara, Italien.
Cave di Cusa ist ein antiker Kalksteinbruch in der Nähe von Campobello di Mazara in Sizilien, in dem noch Dutzende halb herausgebrochener Blöcke und Säulensegmente in verschiedenen Bearbeitungsstadien zu sehen sind. Die Stätte zieht sich entlang eines Felsrückens und zeigt deutlich, wie die Arbeiter die Steinschichten systematisch vom Felsuntergrund trennten.
Der Steinbruch wurde von der antiken griechischen Stadt Selinunte genutzt, um Baumaterial für ihre großen Tempel zu gewinnen, und war über mehrere Jahrhunderte in Betrieb. Im Jahr 409 v. Chr. wurde er abrupt aufgegeben, als karthagische Truppen in die Region einfielen und die Arbeiter fluchtartig die Stätte verließen.
Der Kalkstein, der hier abgebaut wurde, wurde direkt zu den Tempeln von Selinunte transportiert, einer griechischen Stadt in der Nähe. Noch heute kann man sehen, wie die Blöcke bearbeitet und vorbereitet wurden, bevor sie die Stätte verließen.
Das Gelände liegt abseits der öffentlichen Verkehrsmittel und ist nur mit dem privaten Auto gut erreichbar. Der Boden ist uneben und felsig, daher empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen.
An mehreren Stellen sind Handwerkzeuge noch dort zu finden, wo die Arbeiter sie im Jahr 409 v. Chr. liegen ließen, als sie fluchtartig die Stätte verließen. Dieser plötzliche Abbruch macht den Ort zu einem der wenigen antiken Steinbrüche der Welt, der in einem einzigen, eingefrorenen Moment aufgegeben wurde.
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