Selinunt, Antiker griechischer Archäologiepark in Castelvetrano, Italien
Selinunte ist ein archäologischer Park in Castelvetrano, der sich über 270 Hektar zwischen den Flüssen Modione-Selino und Cottone erstreckt und zahlreiche Tempelanlagen, Wohnviertel und Befestigungsbauten umfasst. Die Ruinen liegen über mehrere Hügel verteilt, wobei die Osthügel und die Akropolis die Hauptzonen mit den größten erhaltenen dorischen Säulen und Fundamenten bilden.
Die Stadt wurde im Jahr 628 vor Christus von Siedlern aus Megara Hyblaea gegründet und entwickelte sich zu einer der wohlhabendsten griechischen Kolonien auf Sizilien. Sie fiel 409 vor Christus während eines Angriffs karthagischer Truppen, woraufhin ihre Bewohner die Siedlung dauerhaft verließen und die Baustellen unvollendet blieben.
Der Name der Siedlung leitet sich vom wilden Sellerie ab, der in der Antike entlang der beiden Flüsse wuchs und zum Symbol der Stadt wurde. Besucher durchqueren heute offene Tempelruinen, die auf verschiedenen Hügeln verteilt liegen und zeigen, wie die Bewohner ihre religiösen Bauten nach Osten ausrichteten, um die aufgehende Sonne zu empfangen.
Die Erkundung des Geländes dauert etwa drei Stunden, wobei ein elektrischer Zug Besucher zwischen den weit auseinanderliegenden Bereichen transportiert, wenn die Strecken zu lang erscheinen. Die Wege über die Hügel sind teilweise uneben, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für alle, die zu Fuß zwischen den Tempeln und der Akropolis unterwegs sind.
Die Steinbrüche von Cave di Cusa, etwa 10 Kilometer (6 Meilen) entfernt, zeigen noch heute halbfertige Säulenabschnitte, die direkt im Fels liegen und nie abtransportiert wurden, als die Arbeiter flohen. Diese verlassenen Werkstücke lassen erkennen, wie die Steinmetze die riesigen Blöcke aus dem gewachsenen Kalkstein herausarbeiteten, bevor die Belagerung ihre Arbeit unterbrach.
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