Piana degli Albanesi, Berggemeinde in der Metropolitanstadt Palermo, Italien.
Piana degli Albanesi ist eine Berggemeinde auf einem Hochplateau in der Metropolitanstadt Palermo, rund 24 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Sie liegt auf 740 Metern Höhe und wird von mehreren Gipfeln umgeben, die das weite Tal überragen.
Albanische Flüchtlinge gründeten die Siedlung im Jahr 1488, nachdem sie vom Erzbischof von Monreale Ländereien erhalten hatten. Die Neuankömmlinge flohen vor der osmanischen Eroberung ihrer Heimat auf dem Balkan und bauten hier eine eigene Gemeinschaft auf.
Die Bewohner sprechen noch heute Arbërisht im Alltag und feiern ihre Feste nach byzantinischem Ritus. In den Straßen fallen die Trachten auf, die Frauen zu besonderen Anlässen tragen: goldbestickte Gewänder, die an albanische Muster erinnern.
Die Gemeinde ist von Palermo aus mit regelmäßigen Busverbindungen zu erreichen, die Fahrt führt über Bergstraßen hinauf zum Plateau. Vor Ort gibt es Restaurants, Geschäfte und einige Unterkünfte, die sich für einen ruhigen Aufenthalt in den Bergen eignen.
Hier befindet sich der Bischofssitz der italo-albanischen byzantinisch-katholischen Kirche, ein Zentrum für die gesamte Diaspora. Zudem ist dies die größte arbëreshische Siedlung Siziliens, was ihrer Kultur besondere Sichtbarkeit verleiht.
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