Certosa di Pavia, Renaissancekloster in der Lombardei, Italien
Die Certosa di Pavia ist ein großes Kartäuserkloster in der Lombardei, Italien, das gotische und Renaissancemerkmale in seiner Kirche, seinen Kreuzgängen und seinen weiten Anlagen vereint. Marmordekorationen und fein gearbeitete Skulpturen ziehen sich durch die Räume und schmücken Kapellen sowie Innenhöfe.
Der Bau begann im Jahr 1396 unter Herzog Gian Galeazzo Visconti von Mailand, der einen prachtvollen Mönchssitz schaffen wollte. Die Kirche stand 1465, während die reich geschmückte Fassade nach Plänen von Giovanni Antonio Amadeo erst 1507 vollendet wurde.
Ursprünglich durch die Kartäusermönche bewohnt, steht das Kloster noch heute als Ort klösterlicher Stille da, wo Besucher durch Höfe und Kreuzgänge wandern können. Die aufwendige Marmorfassade zeigt biblische Szenen und Heiligenfiguren in Relief, die das religiöse Leben der Zeit widerspiegeln.
Führungen ermöglichen den Zugang zu Bereichen, die sonst geschlossen bleiben, und geben Einblick in die Zellen der Mönche und die Bibliothek. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da das Gelände weitläufig ist und mehrere Ebenen umfasst.
Die kleinen Gärten hinter den Mönchszellen boten jedem Bruder einen privaten Platz für Gebet und Arbeit in Abgeschiedenheit. Jede Zelle hatte ihren eigenen Zugang zum Kreuzgang, der die Gemeinschaft verband, während die Mönche meist in Schweigen lebten.
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