Synagoge, Orthodoxe Synagoge in Triest, Italien.
Die Synagoge von Triest ist ein Gebetshaus mit drei eigenständigen Schiffen, die zu einer imposanten Apsis mit goldenen Mosaiken führen. Kupfertüren mit Edelmetallbeschichtung bilden den Eingang zu diesem kunstvoll gestalteten Innenraum.
Das Gebäude wurde zwischen 1908 und 1912 unter österreichischer Herrschaft errichtet und ersetzte vier kleinere Gebetsstätten, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts der jüdischen Gemeinde dienten. Diese neue Synagoge war ein Ausdruck der wachsenden und gefestigten Präsenz der jüdischen Bevölkerung in der Stadt.
Der Innenraum zeigt Marmorsäulen, hebräische Inschriften an der Decke und jüdische Symbole wie den Davidstern und Lebensbaum-Motive. Diese Gestaltungselemente prägen den Gebetsraum und erzählen von der Tradition, die hier gelebt wird.
Das Gebäude liegt in der Via San Francesco d'Assisi und wird aktiv als Gebetshaus mit regelmäßigen Gottesdiensten genutzt. Besucher sollten beachten, dass es auch Gemeinderäume und einen kleineren Betraum für den täglichen Gebrauch gibt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude von den Nazis als Lagerhaus für Kunstwerke und Bücher verwendet, die aus den Häusern jüdischer Familien in der Region beschlagnahmt worden waren. Dieses dunkle Kapitel zeigt, wie ein heiliger Ort missbraucht wurde, um Werke zu verstecken, die von der verfolgten Bevölkerung stammten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.