Athenäum, Antikes römisches Bildungszentrum nahe dem Kapitol, Rom, Italien.
Das Athenaeum war ein großes Lehrgebäude mit drei Hörsälen unter hohen Gewölben und Marmorsitzen für die römische Oberschicht. Die Struktur erstreckte sich über mehrere Ebenen und lag direkt im Zentrum Roms nahe dem Kapitolinischen Hügel.
Ein römischer Kaiser gründete diese Lehranstalt im 2. Jahrhundert, um Schreiben, Reden und Wissenschaft zu fördern und nannte sie nach der antiken griechischen Stadt. Das Gebäude erlebte große Veränderungen nach einem Erdbeben, das seine späteren Verwendungen formte.
Die Einrichtung beschäftigte drei Redner, zehn Grammatiker, fünf Sophisten, einen Philosophen und zwei Juristen für regelmäßige Vorlesungen.
Das Gelände liegt heute tief unter der modernen Stadtoberfläche und ist während archäologischer Untersuchungen oder Stadtkonstruktionsprojekten zu sehen. Der Standort befindet sich in der Nähe großer öffentlicher Plätze und Verkehrsknotenpunkte des Zentrums.
Nach einem Erdbeben im 9. Jahrhundert wandelte sich das Gebäude zu einer Münzprägeanstalt um, bevor es später als Lagerraum diente. Diese mehrfache Umnutzung zeigt, wie römische Bauwerke im Laufe der Zeit an neue Zwecke angepasst wurden.
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