Lago di Pilato, Glazialsee in den Sibyllinischen Bergen, Italien.
Lago di Pilato ist ein Gletschersee in den Sibillini-Bergen auf etwa 1.941 Metern Höhe, der aus zwei verbundenen Becken besteht und bei hohem Wasserstand wie eine Brille geformt ist. Die Seen liegen in einem U-förmigen Tal unterhalb des Monte Vettore und werden von steilen Hängen umgeben.
Der See entstand während der oberen Pleistozän-Epoche durch Gletscherbewegungen, die ein tiefes Tal in der Apennin-Bergkette schufen. Im Mittelalter legten lokale Behörden Mauern um das Wasser an, um den Zutritt zu einschränken.
Der Name des Sees stammt aus dem Mittelalter und bezieht sich auf Pontius Pilatus, dessen Legende mit diesem Ort verbunden ist. Besucher finden heute an den Ufern Spuren dieser alten Geschichten, die die Gegend seit Jahrhunderten prägen.
Der Zugang erfordert eine dreistündige Aufstiegswanderung durch den Nationalpark Monti Sibillini, daher ist gutes Schuhwerk und Ausdauer notwendig. Der Wasserspiegel variiert je nach Jahreszeit erheblich, und die beste Zeit zum Besuchen ist von Juni bis September.
Das Wasser beherbergt Chirocephalus marchesonii, eine seltene Süßwassergarnele, die nur hier vorkommt und einzigartig auf dem Rücken schwimmt. Diese mikroskopisch kleine Art ist ein lebender Beweis für die abgelöschte Welt des Pleistozäns.
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