Monte Sibilla, Berggipfel in der Provinz Ascoli Piceno, Italien
Der Monte Sibilla ist ein 2.175 Meter hoher Kalksteingipfel in den Sibillini-Bergen, an der Grenze der Gemeinden Montemonaco und Montefortino im Nationalpark Monti Sibillini. Sein Gipfel ist von steilem rosafarbenem Fels umgeben, der eine mauerartige "Krone" bildet; am Berg liegt die Schutzhütte Rifugio Sibilla. Nahe dem Gipfel öffnet sich auf 2.173 Metern die Grotte der Sibilla.
Der Berg war Schauplatz eines heidnischen Kults der Kybele, der großen Göttermutter, der sich zur Zeit des Claudius verbreitete. Mit dem Christentum ersetzte der Kult der Sibylle den der Kybele; im 14. Jahrhundert wurde sie mit der Sibylle von Cumae gleichgesetzt, später mit der Apenninensibylle. Im Mai 1420 bestieg Antoine de la Sale von Montemonaco aus den Gipfel und beschrieb die Sibyllengrotte in Le Paradis de la Reine Sibylle.
Der Name geht auf die Sibylle zurück, die im 14. Jahrhundert mit der Sibylle von Cumae gleichgesetzt wurde und nach neueren Studien die Apenninensibylle ist, die in der Liste der elf Sibyllen bei Varro fehlt. Die Grotte nahe dem Gipfel auf 2.173 m war Ort des heidnischen Kults der Kybele, der Großen Mutter der Götter, der sich zur Zeit des Claudius verbreitete; mit dem Christentum trat der Sibyllenkult an seine Stelle. Die Legende wurde durch Andrea da Barberinos Il Guerrin Meschino verbreitet und von Richard Wagner im Tannhäuser verarbeitet.
Der Aufstieg zur Spitze erfordert ein solides Wandertraining, da der Weg von Refugio Sibilla aus steil ansteigt und mehrere Ketten zum Sichern braucht. Die beste Zeit zum Wandern ist zwischen Mai und Oktober, wenn Schnee und Eis den Pfad nicht behindern.
Antoine de la Sale bestieg den Monte Sibilla im Mai 1420 von Montemonaco aus und fertigte einen Plan der Sibilla-Grotte an, der heute in der Bibliothèque nationale in Paris liegt. Er beschrieb einen weiten Raum, umgeben von in den Fels gehauenen Sitzen, die er „intalieux tout entour“ nannte. Der Grotteneingang liegt auf 2.173 m, knapp unter dem 2.175 m hohen Gipfel.
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