Monte Priora, Berggipfel in der Provinz Fermo, Italien
Der Monte Priora ist ein 2.333 m hoher Kalksteingipfel der Sibillini-Berge auf dem Gemeindegebiet von Montefortino (Fermo) mit pyramidenförmiger Gestalt, die von drei Graten gebildet wird. Die Nordwand, die Ara della Regina, ist eine steile Wiese, die zum oberen glazialen Ambro-Tal abfällt; die Südseite bildet die linke Wand der Infernaccio-Schlucht über dem Tenna. Ab 1.600–1.700 m beginnen die Hochweiden, darunter liegen Buchenwälder.
Der Name des Berges geht auf Monte del Priore zurück, benannt nach dem Prior, der die alte Kamaldulenser-Eremitage San Leonardo an seinen Hängen leitete. Die Eremitage steht noch heute auf einem bewaldeten Felsvorsprung am Ostgrat über der Schlucht des Infernaccio. Seit 1993 werden die Hänge vom Parco Nazionale dei Monti Sibillini verwaltet.
Der in alten Dokumenten belegte Name Monte del Priore verweist auf den Prior, der die Kamaldulenser-Eremitage San Leonardo am Berghang leitete. Der Gipfel heißt auch Pizzo della Regina, ein Name unklarer Herkunft: Der Legende nach fand man in der Eremitage eine Platte mit der Bezeichnung Monte Regina, und manche bringen ihn mit Königin Sibilla vom benachbarten Monte Sibilla in Verbindung.
Der Berg ist über mehrere Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsstufen erreichbar, wobei die leichteren Routen von Städten in der Provinz Fermo beginnen. Es ist ratsam, früh am Tag aufzubrechen und wettergerechte Ausrüstung mitzunehmen, da die Bedingungen oben schnell wechseln können.
An den Südausläufern über der Schlucht des Infernaccio heißt ein natürlicher Steinbogen Tempio della Sibilla; der Fels Pfeiler daneben ist von einem Loch durchbohrt, das quer durch den Stein führt. Unmittelbar darunter entspringen die Wasser der Fonte di Traco. Im Sommer 2019 wurde hier eine Herde Abruzzengämsen bestätigt, die kurz zuvor am Monte Bove wiederangesiedelt worden war.
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