San Moisè, Katholische Kirche in San Marco, Venedig, Italien
San Moisè ist eine Kirche im Viertel San Marco in Venedig mit einer der aufwendigsten Barockfassaden der Stadt aus dem Jahr 1668. Die Fassade ist vollständig mit Skulpturen bedeckt und zeigt Figuren, Reliefs und architektonische Elemente, die kaum freie Fläche übrig lassen.
Die Kirche wurde ursprünglich im 8. Jahrhundert unter dem Namen San Vittore Martire erbaut. Im Jahr 947 ließ sie der Kaufmann Moisè Venier wiederaufbauen und gab ihr dabei seinen Namen.
Die Fassade der Kirche wurde vollständig von der Familie Fini finanziert und dient als monumentales Denkmal zu deren Ehre, nicht als religiöse Botschaft. Wer genau hinsieht, erkennt Porträts von Familienmitgliedern, die in den Stein gemeißelt sind.
Die Kirche liegt am Campo San Moisè, wenige Gehminuten vom Markusplatz entfernt. Es empfiehlt sich, außerhalb der Hauptbesuchszeiten am Morgen zu kommen, um die Innenräume in Ruhe besichtigen zu können.
Hier ist der schottische Finanzier John Law begraben, der in Frankreich das erste Papiergeld-System einführte und damit einen spektakulären Wirtschaftszusammenbruch auslöste. Er starb 1729 in Venedig und wurde innerhalb dieser Mauern beigesetzt.
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