Vivara, Halbmondförmiges Naturschutzgebiet im Golf von Neapel, Italien
Vivara ist ein sichelförmiges Eiland in der Bucht von Neapel mit steilen Felswänden, die bis zu 110 Meter in die Höhe ragen. Das etwa 35 Hektar große Gebiet verbindet Procida mit Ischia durch eine natürliche Brückenformation in der Tyrrhenischen See.
Das Eiland wurde bereits in der Antike von Mykenäern als Handelspunkt genutzt und später im 18. Jahrhundert von Bourbonen als Jagdgrund hergerichtet. Die lange Nutzungsgeschichte zeigt, wie dieses Eiland Menschen über Jahrtausende hinweg anzog.
Der Ort wird von Besuchern heute als Ziel für Naturbeobachtung genutzt, wo man auf Wanderwegen Vögel und Pflanzen des Mittelmeers entdecken kann. Die Art, wie Menschen hier umhergehen, zeigt das Interesse an dem Schutz dieser wertvollen Lebensräume.
Besucher können das Eiland nur mit geführten Touren erreichen, die von Dienstag bis Sonntag angeboten werden und pro Gruppe auf 25 Personen begrenzt sind. Man gelangt über einen Steg von Procida auf die Insel, daher sollte man mit stabilen Schuhen und Geduld beim Warten auf die nächste Tour rechnen.
Ein vulkanischer Krater unter dem Eiland formte eine unterirdische Struktur, die die Römer als Fischzuchtgebiet nutzten. Diese verborgene geologische Geschichte zeigt, wie die antike Bevölkerung die natürlichen Bedingungen des Ortes geschickt nutzte.
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