Mittelitalien, Geografische und statistische Region in Italien
Die Großregion erstreckt sich von der Adriaküste im Osten bis zur tyrrhenischen Küste im Westen und umfasst die Toskana, Umbrien, Latium und die Marken. Der Apennin durchzieht das Gebiet von Norden nach Süden und bildet sanfte Hügel, weite Täler und steile Gebirgszüge, die zahlreiche Ortschaften und Flusstäler prägen.
Die Regionen bildeten bis 1861 getrennte politische Einheiten, wobei der Kirchenstaat Latium und Umbrien sowie das Großherzogtum Toskana ihre jeweiligen Gebiete verwalteten. Nach der italienischen Einigung wurden die heutigen Verwaltungsgrenzen festgelegt, die zum Teil noch auf älteren territorialen Strukturen basieren.
Die Bewohner pflegen seit Generationen landwirtschaftliche Techniken, die das Landschaftsbild prägen, von den Weinterrassen der Toskana bis zu den Olivenhainen Umbriens. In den Altstädten leben viele traditionelle Handwerke fort, die man in kleinen Werkstätten und bei lokalen Märkten beobachten kann.
Reisende können die wichtigsten Städte über ein dichtes Schienennetz erreichen, das Regionalzüge und Schnellverbindungen kombiniert. Busse und Nebenstrecken erschließen kleinere Orte, die oft malerisch auf Hügeln oder in Tälern liegen und einen ruhigen Aufenthalt ermöglichen.
Viele Besucher übersehen, dass das Gebiet eine große Vielfalt an Mikroklimata bietet, die von der Meeresküste bis zu den Berggipfeln in kurzer Entfernung wechseln. Diese klimatische Abwechslung erlaubt im selben Monat Strandbesuche und Wanderungen in kühlen Bergwäldern.
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