Stift Innichen, Benediktinerkloster in Innichen, Italien
Innichen Abbey ist ein Benediktinerkloster in Südtirol mit einer romanischen Kirche, die einen Mittelschiff mit zwei kleineren Seitenschiffen, ein Querhaus und einen Chor umfasst. Der massive Glockenturm wurde zwischen 1323 und 1326 errichtet und dominiert das architektonische Ensemble.
Der Fürst Tassilo III. von Bayern gründete das Kloster im Jahre 769 und vergab Ländereien im Pustertal an Abt Atto zum Schutz und zur Christianisierung der Region. Die Kirche wurde später im romanischen Stil umgebaut, wobei die Krypten aus dem 12. Jahrhundert erhalten blieben.
Die Kirche ist dem heiligen Kandidus gewidmet, dessen Präsenz im Kryptagraum bis heute spürbar ist. Besucher finden hier eine Verbindung zwischen frühmittelalterlicher Verehrung und der lokalen Gemeinschaft, die diesen Ort seit Jahrhunderten nutzt.
Das Gelände ist zu Fuß leicht zugänglich und erlaubt Besuchern, die Außenwände, Pfeiler und Apsen der verschiedenen Bauphasen zu erkunden. Der innere Raum offenbart die Architektur von mehreren Epochen, von den frühen Krypten bis zu den späteren gotischen Elementen.
Die Kirche beherbergt im Inneren Fresken aus dem 13. Jahrhundert mit Darstellungen der Schöpfungsgeschichte, die in ihrer künstlerischen Ausführung bemerkenswert sind. Diese Wandmalereien bieten einen Einblick in die religiöse Bildsprache des Mittelalters und sind ein seltenes Zeugnis dieser Kunstform in der Region.
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